Pelz


Wenn du dich änderst, muss ich nicht länger leiden.

Weil mein Pelz mir gehört.

Hauptsache, meine Haut bleibt erhalten. Dass ich in meinem engen Käfig vor lauter Stress vergesse, wie es ist ein Fuchs zu sein, sieht man meinem Pelz genauso wenig an wie Hunger, Durst und Schmerzen. Mein Futter besteht aus Fleisch- und Fischresten, die mich krank machen, mein Wasser friert im Winter ein. Es stinkt, ich kann mich kaum bewegen, nur immer wieder um die eigene Achse drehen, um die Angst zu betäuben. Ich drehe durch. Ich beiße mir ins eigene Fell oder in das der Tausend anderen. Der rostige Draht meines Käfigs schneidet mir in meine Pfoten. Wenn mir mein Pelz nicht bei lebendigem Leib vom Körper gerissen wird, vergasen sie mich mit Auspuffabgasen, erschlagen mich mit einem Eisenrohr, töten mich mit einer Giftspritze oder durch analen Stromschlag. Meine Haut bleibt unbeschädigt.

Ich will, dass du dich änderst.

Weil Pelz auch als Besatz an Jacken oder Mützen untragbar ist.